Sonntag, 5. September 2010 registrieren  |  anmelden
Gedanken  
Liebe Leserin, lieber Leser,
 
im letzten Gemeindebrief schrieb ich noch über meine Bedenken in Bezug auf unsere Fastenaktion „Stille“: „40 Tage tägliches Lesen im Begleit-Buch und tägliche Nachtgebete – wie soll ich das auch noch in meinem vollen Alltag unterbringen?“ Nun neigt sich diese besondere Zeit dem Ende zu und ich kann sagen: Diese Zeiten der Stille sind mir mehr eine Lust als eine Last.
 
Besonders die täglichen Nachtgebete bedeuten mir sehr viel. Abends ankommen in der Kirche. Empfangen von gregorianischer Musik und Kerzenschein - eine Atmosphäre, die zum Ruhig-Werden einlädt. Schlichte Lieder und gemeinsam gesprochene Psalmen und Gebete umrahmen die Zeit des Schweigens. Ich kann loslassen, auftanken, eintauchen in die Gegenwart Gottes.
 
Ähnlich wohltuend erlebe ich auch die Treffen in unserer ökumenischen Kleingruppe. Offene und ehrliche Menschen, bereichernde Glaubensgespräche, inspirierende Gebetsübungen. Auch die Gottesdienste sind wichtige Bausteine für eine Neubelebung meines Gebetslebens.
 
Was ist mir insgesamt klarer geworden über das Beten?
  1. In der Gemeinschaft kann ich noch besser zur Stille vor Gott finden. Das ist für mich die Entdeckung dieser Zeit: In der Einsamkeit fällt mir das „Still-Werden“ immer schwerer als in der Gemeinschaft mit anderen Menschen.
  2. Beten braucht regelmäßige Übung. Die häufige Teilnahme an den Nachtgebeten wurde für mich zu einer Art Geländer an einem Weg, der mich Schritt für Schritt näher zu Gott hin führt. Je mehr ich bete, desto leichter fällt es mir.
  3. Durch das regelmäßige Beten sind meine Zweifel weniger geworden und der Glaube gewachsen. Statt darüber nachzugrübeln, ob es Gott wirklich gibt, und ob ich beim Beten Selbstgespräche führe, habe ich in diesen Fastentagen einfach gebetet. Und beim Beten wuchs die Gewissheit über die Nähe Gottes.
 
Schade, dass die Fastenaktion bald wieder vorbei ist! Mit dem Beten werde ich natürlich trotzdem weitermachen. Dennoch wird mir die intensive Gemeinschaft der Betenden fehlen. Ich habe in dieser Zeit etwas in unserer Gemeinde erlebt, wonach sich mein Herz sehnt und wonach ich persönlich auch in der Kirche suche. Eine Frage bleibt für mich: Sollen wir auf irgendeine Art und Weise solche Gebete weiterführen?
 
Dankbar bin ich Jesus Christus, der in diesen Tagen seine Verheißung unter uns erfüllte: „Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan.“ Matthäus 7,7
 
Ein gesegnetes Osterfest wünscht Ihnen
 
Ihr Pastor Clemens Klingel
Liebe Leserin, lieber Leser,
 
im letzten Gemeindebrief schrieb ich noch über meine Bedenken in Bezug auf unsere Fastenaktion „Stille“: „40 Tage tägliches Lesen im Begleit-Buch und tägliche Nachtgebete – wie soll ich das auch noch in meinem vollen Alltag unterbringen?“ Nun neigt sich diese besondere Zeit dem Ende zu und ich kann sagen: Diese Zeiten der Stille sind mir mehr eine Lust als eine Last.
 
Besonders die täglichen Nachtgebete bedeuten mir sehr viel. Abends ankommen in der Kirche. Empfangen von gregorianischer Musik und Kerzenschein - eine Atmosphäre, die zum Ruhig-Werden einlädt. Schlichte Lieder und gemeinsam gesprochene Psalmen und Gebete umrahmen die Zeit des Schweigens. Ich kann loslassen, auftanken, eintauchen in die Gegenwart Gottes.
 
Ähnlich wohltuend erlebe ich auch die Treffen in unserer ökumenischen Kleingruppe. Offene und ehrliche Menschen, bereichernde Glaubensgespräche, inspirierende Gebetsübungen. Auch die Gottesdienste sind wichtige Bausteine für eine Neubelebung meines Gebetslebens.
 
Was ist mir insgesamt klarer geworden über das Beten?
  1. In der Gemeinschaft kann ich noch besser zur Stille vor Gott finden. Das ist für mich die Entdeckung dieser Zeit: In der Einsamkeit fällt mir das „Still-Werden“ immer schwerer als in der Gemeinschaft mit anderen Menschen.
  2. Beten braucht regelmäßige Übung. Die häufige Teilnahme an den Nachtgebeten wurde für mich zu einer Art Geländer an einem Weg, der mich Schritt für Schritt näher zu Gott hin führt. Je mehr ich bete, desto leichter fällt es mir.
  3. Durch das regelmäßige Beten sind meine Zweifel weniger geworden und der Glaube gewachsen. Statt darüber nachzugrübeln, ob es Gott wirklich gibt, und ob ich beim Beten Selbstgespräche führe, habe ich in diesen Fastentagen einfach gebetet. Und beim Beten wuchs die Gewissheit über die Nähe Gottes.
 
Schade, dass die Fastenaktion bald wieder vorbei ist! Mit dem Beten werde ich natürlich trotzdem weitermachen. Dennoch wird mir die intensive Gemeinschaft der Betenden fehlen. Ich habe in dieser Zeit etwas in unserer Gemeinde erlebt, wonach sich mein Herz sehnt und wonach ich persönlich auch in der Kirche suche. Eine Frage bleibt für mich: Sollen wir auf irgendeine Art und Weise solche Gebete weiterführen?
 
Dankbar bin ich Jesus Christus, der in diesen Tagen seine Verheißung unter uns erfüllte: „Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan.“ Matthäus 7,7
 
Ein gesegnetes Osterfest wünscht Ihnen
 
Ihr Pastor Clemens Klingel
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